Samstag, 9. Juli 2011

Trip an die Küste mit meiner Familie. (Salinas!)

Ende Mai fuhr ich mit meinen Eltern, meinen Geschwister, meiner Tante, Onkel und dessen Tochter an den Strand. Wir hatten eine kleine süße Ferienwohnung und echt schöne Tage. Leider hatten wir mit dem Wetter nicht wirklich glück. Am ersten Tag war es noch richtig schön warm so dass wir einiges am Strand unternehmen konnten. Ich hatte echt viel Spaß, auch wenn für meine Familie das Meer ständig "zu kalt" war. Meine kleine Schwester und ihre Cousine die zum ersten Mal das Meer sahen hatten sich so sehr gefreut aber als es dann soweit war und sie endlich die Füsschen in die salzigen Wellen halten konnten, bekamen sie Angst. Meine Cousine verlor sie schnell und erkannte wie schön es ist. Meine Schwester hatte auch einige Minuten Spaß dran. Später hieß es dann das Meer gefiele ihr nur an Freitagen... Deshalb spielten die beiden die restlichen Tage im Sand.
Oder ich musste sie in den Pool tragen wo sie auf meinen Armen plantschten und lachten.
Das Essen an der Küste besteht aus Reis und Meeresfrüchten oder Fisch. Das hieß für mich Reis mit verschiedenen Arten von bananen. Aber da es sowieso ständig köstliches Eis aus Kokos, Früchte, oder super leckere Säfte gab war es kein Problem.
Abends schlenderten wir ein wenig im Ort aßen Maiskolben mit Käse die ich absolut liebe und sahen die vielen Sachen an die dort verkauft wurden.
Nach einigen Tagen ging es dann aus der angenehmen Wärme mit Sand an den Füßen zurück nach Hause. Wunderbare Abende am Strand mit dem Geschmack von Kokoseis auf der Zunge in Erinnerung.

Geburtstag

Es ist jetzt wirklich schon einige Monate her in denen ich nichts mehr berichtet habe. Die Zeit fliegt mir davon. Ich habe noch 18 Tage. 18 Tage die mir noch bleiben von einem unglaublichem Jahr, wohl das beste meines Lebens. Ich werde an dem heutigen freien Nachmittag jetzt kurz von einigen Erlebnissen berichten. Am 23. Mai hatte meine Mami geburtstag und viele Tanten und Onkel, Omas und Opas kamen abends zum essen. Sehr süßer abend.

Samstag, 14. Mai 2011

Ostern

Mein erstes Osterfest in Ecuador war komplett anders als es in Deutschland ist. Die Mehrheit der Bevölkerung Ecuadors ist katholisch und sehr gläubig. Ab Gründonnerstag waren Ferien. An Karfreitag ging es los. Ich fuhr mit meinen Eltern, einer meiner Omas und einigen Tanten und Onkels, die ich vorher nicht kannte in die Cajas. Die Cajas ist ein ein Naturschutzgebiet in den Bergen Cuencas. In den Bergen gibt es überall eiskalte Seen und kleine Bäche und Wasserfälle. Es ist richtig kalt dort oben, es gibt überall Wälder und alles in der Natur überlassen.
In Cuenca hatten wir wunderschönes Wetter, die Sonne schien und es war beinahe schon warm. Nach etwas einer halben Stunde waren wir in den Cajas. Es war eiskalt und regnete in Strömen. Zum Glück hatte ich viele Pullover mitgenommen. Mit 6 Schichten, darüber auch noch meinen geliebten Alpaka Pullover und einen Mantel stiefelte ich los. In den Cajas gibt es einen Platz an dem vor 20 Jahren eine junge Frau die Jungfrau Maria gesehen haben will. Seit dem Jahr pilgerten all ihre Freunde und Familie zu diesem Ort, unter anderem an Karfreitag. Das hat sich inzwischen so verbreitet dass die Leute aus ganz Ecuador kommen. Dort befindet sich inzwischen eine große Statue der Jungfrau Maria und 15 Stationen, alle im Wald versteckt, die die Geschichte von Jesus Tod erzählen. Wir mussten zu jeder dieser Stationen, sie wurden laut vorgelesen und viel gebetet. Das alles im strömenden Regen und eiseskälte. An diesem Ort ist es sehr still. Man kann gar nichts hören, bis auf den Regen. Danach kauften wir leckere Maiskolben die wir im Auto, auf dem Weg zum Haus der Oma, aßen. Bei Oma gab es dann Mittagessen. Mein Bruder und meine kleine Schwester hatten dort gewartet da beide erkältet waren. An Karfreitag gibt es eine spezielle Super die sich "Fanesca" nennt. Sie besteht aus sehr vielen verschiedenen Sorten von Gemüse, ist daher sehr dickflüssig, eigentlich kann man es gar nicht Suppe nennen. Normalerweise macht man zum Schluss noch Fisch rein.



Danach gingen wir noch Kaffee trinken und dann nach Hause. Am Abend kam mein Opa vorbei und meine Mutter und ich machten Empanadas (das sind Teigtaschen die unglaublich lecker sind!) gefüllt mit Banane, andere mit Apfel und die dritten mit Käse. Außerdem gab es Maiskolben mit Käse. hach ich liebe Ecuadorianisches Essen. Am Samstag mittag aßen wir in einem Restaurant, d.h. meine eltern, mein Bruder, meine Schwester und ich. Danach fuhr ich mit meinen Freundinnen Louise aus Belgien und Sade aus den USA und deren Eltern auf deren Hacienda. Eine Hacienda ist ein Wochenendhaus in den Bergen. Diese Hacienda ist sehr sehr klein. Es ist eigentlich nur ein kleines Haus mit groben Möbeln aus Holz, schlichte Tische und einfache Betten. Aber es ist einfach wunderbar Zeit dort zu verbringen, man ist von allem abgeschnitten und hat nur Berge und Dschungel um sich herum. Wir machten einen "Spaziergang" durch den Dschungel. Ein paar Einheimische wohnen dort in der nähe um auf das Haus aufzupassen. Sie zeigten uns den Dschungel, und schlugen mit großen Messern den Weg frei. Nach über einer Stunde waren wir müde und total kaputt, denn dort oben ist die Luft auch ganz anders. Das Bild zeigt den Ausblick von einem hohen Berg aus, in richtung Cuenca. Abends machten wir ein Lagerfeuer vor dem Häuschen und backten Pizza im Steinofen. Am nächsten Tag ritt ich mit dem Bruder meiner Freundinnen aus. Das war echt ein Erlebnis, die Pferden in über 3000 Meter höhe und Nebel zu reiten. Mein Osterwochenende war wirklich ganz anders als in Deutschland aber ich mochte es sehr.

Samstag, 7. Mai 2011

Galapagos!

Am 18. März 2011 flog ich mit einigen anderen Austauschschülern auf die Galapagos-Inseln. Es war wunderschön dort! Wir fuhren in Booten zu Inseln raus, schnorchelten, schwammen mit Haien, Fischen in seltsamen Farbkombinationen und Seelöwen im absolut blauen Meer.
Eine Freundin sagte: Stell dir einen Strand im Paradies vor, das Meer etwas blauer und der Strand etwas weißer und das ist Galapagos. An einem Tag kletterten wir auf die Berge und sprangen von den Klifften in die Lagunen. Es war einfach unglaublich, ich kann es gar nicht alles beschreiben! Wir sahen Rießenschildkröten die es so groß wohl nur auf Galapagos gibt. Am 20. März hatte ich Geburtstag und verbrachte ihn dort, sowas passiert wohl auch nicht vielen ;)
Alles in allem war es wirklich increible! :) Werde euch einfach mal ein paar Bilder hochladen da mir leider die Zeit fehlt!

Donnerstag, 24. März 2011

Familienwechsel und Karneval!

Ich packte meine Koffer erst am Abend vor dem Familienwechsel, ich war den ganzen Tag unterwegs gewesen und hatte darum einiges zu tun. Ihr glaubt gar nicht wie viel Zeug sich nach 6 Monaten angesammelt hatte. Ich schleppte einiges in großen Tüten mit. Früh morgens fuhr ich dann mit meinen Eltern zum Rotaryclub wo der Wechsel stattfinden sollte. Mein Vater schenkte mir noch ein Portrait dass er für mich gemalt hatte. Es war für uns alle sehr traurig und ich liebe meine Familie sehr. Meine zweite Gastfamilie aber ebenso. Sie sind ganz anders, moderner und offener aber ebenso lieb. Mit ihnen rede ich viel mehr, sie interessieren sich für alles, für die Kultur in Deutschland und für mein ganzes Leben. Ich habe einen 13-jährigen Bruder und eine 4-jährige Schwester, die die Prinzessin der Familie ist.
Meine Großeltern, meine Tante mit ihrer Familie und meine Uroma wohnen direkt neben an. Es sind sozusagen vier große Villen direkt nebeneinander, dh es ist immer jemand da. Abends gehen wir fast immer zum Kaffee trinken zur Uroma.

In den selben Tagen starb mein Großvater aus der ersten Gastfamlie... Das war wirklich sehr sehr traurig. Ich war die ganze Zeit bei meiner ersten Gastfamilie, und habe so ziemlich alles mit erlebt...

Anfang März war Karnevalszeit. Schon seit Monaten wurde ich ständig mit Wasserbomben abgeworfen die aus vorbeifahrenden Autos geworfen wurden. Meine Freundin Marie fragte mich kurzfristig ob ich mit ihr und ihrer Familie an den Strand fahren wolle. Ich fragte meine Gasteltern, sie erlaubten es mir und dann begann der ganze Papierkram. Ich brauchte so viele Dokumente und Unterschriften um die Erlaubnis von Rotary zu bekommen, aber schließlich hatte ich es geschafft. Die Reise an den Strand war wirklich sehr schön. Wir wohnten in einer kleinen Hotelanlage die aus 8 kleinen Holzhütten bestand. Die Anlage war wirklich hübsch, es gab einen Pool, viele Palmen und die Holzhäuschchen. Wir mussten uns unser Essen selbstmachen, was wirklich eine witzige Angelegenheit war, im Supermarkt kauften wir uns Brot, Käse, Tomaten, Saft und so weiter und liehen uns ein Messer, dann setzten wir uns an den Pool und bereiteten unser Essen zu. Neben uns die Hängematten und Palmen. Nachmittags fuhren wir ins Dorf von "Playas" rein um dort mittag zu essen und danach etwas an den Ständen am Strand lang zu schländern. Der Strand war so unglaublich voll das man keinen Platz fand, weder am Strand noch im Meer. Das war zum Glück vor unserem Hotel anders. Da war eigentlich niemand, darum konnten wir perfekt schwimmen gehen.

An einem Tag fuhren wir nach "Montanita" das ist ein anderer Strand, die Hitze machte uns zu schaffen aber wir hatten viel Spaß! Montanita besteht hauptsächlich aus wunderschönen Holzhäusern mit Palmendächern und Hippies die dort ihren selbstgemachten Schmuck verkaufen. (siehe Bild oben) / (Bild links: Haus in Montanita)
Wir blieben nur etwa 4 oder 5 Tage an der Küste dann fuhren wir zurück nach Cuenca.


Sonntag, 27. Februar 2011

Amazonia Part II

Abends packten wir schon unsere Koffer, denn am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen. Nach dem leckeren Frühstück räumten wir die Zimmer und versammelten uns alle am Pool um ein Gruppenfoto zu machen.
Die Sonne schien, und blendete, aber man erkennt die Gesichter ja ohnehin nicht.
Anschließend fuhren wir, die Cuenca-Gruppe mit einem der Boote um an den Platz zu gelangen an dem wir aus dem Bus gestiegen waren. Wir nahmen Abschied vom Amazonas und stiegen in den Bus. Einige Stunden anstrengende Fahrt lagen vor uns. Am Flughafen von Quito mussten wir ebenfalls warten, etwa 2 Stunden lang.

In Cuenca angekommen froren wir alle. Mein Vater holte mich ab und wir fuhren nachhause. Ich fiel gleich ins Bett. (Bild links: die Gruppe mit der ich die 2 Tage den Dschungel unsicher machte.)
Das war meine Reise in den Dschungel Ecuadors!

Donnerstag, 10. Februar 2011

Amazonia! Part I

Am Sonntag den 30. Januar bin ich früh aufgestanden, eigentlich wollte mein Vater mich zum Flughafen von Cuenca fahren aber das Auto war kaputt, deshalb fuhren wir dann mit dem Taxi hin. Am Flughafen traf ich dann die anderen Austauschschüler aus Cuenca.
Wir flogen ca. eine halbe Stunde nach Quito, der Hauptstadt. Von da aus ging es dann mit einem Kleinbus weiter ins Amazonasgebiet. Wir sind einige Stunden gefahren und es wurde immer wärmer, schließlich merkten wir: Wir sind wirklich im Urwald. Dann kamen wir zu einem Fluss, auf dem wir mit einem kleinen Holzboot zur Hotelanlage gefahren sind. Davor entstand das Bild mit der Cuenca-Gruppe:

Wir fuhren einige Minuten mit dem Boot den gewaltigen Fluss entlang bis wir zu unserem "Hotel" kamen. Es heißt "Casa de Suiza" und gehört wie man am Namen erkennen kann Schweizern, überhaupt lebten dort in der Gegend viele Schweizer. Es gibt ganz viele kleine wunderschöne Holzhütten, mit je zwei Zimmern. Ich teilte mir ein Zimmer mit 3 meiner Freundinnen aus Cuenca. Sade und Jessica aus den USA und Laerke (Ally) aus Dänemark. Jedes Zimmer hatte ein Badezimmer und einen Balkon mit Hängematte und wunderschöner Aussicht. Insgesamt waren wir ca. 120 Austauschschüler aus aller Welt. Am nächsten Tag fuhren wir in einer kleinen Gruppe von 13 Leuten ein Stück den Fluss hinauf und liefen dann einige Stunden durch den Urwald. Es war wirklich anstrengend, die Hitze und Luftfeuchtigkeit machte uns zu schaffen. Wir alle hatten lange Hosen an da wir uns Gummistiefel ausleihen mussten und uns gesagt wurde wir müssen mit langen Hosen gehen da uns sonst die Beine aufscheueren würden. Wir schwangen uns auch an einer "Liliane" über eine Schlucht. Das war extrem schön, wir fühlten uns als würden wir fliegen. Zum Mittagessen kehrten wir zurück zum Hotel. Es gab dreimal am Tag rießige Büffets mit unglaublich leckeren Sachen. Nachdem Mittagessen ging es wieder los, diesmal zum Schmetterlingshaus. Wir liefen erst wieder eine Stunde durch den Urwald, diesmal hatte ich allerdings andere Kleidung gewählt, ich glaube sonst wäre ich auch geschmolzen. Unser Leiter erklärte uns was man mit den verschiedenen Pflanzen und Früchten machen kann und irgendwann kamen wir zum Schmetterlingshaus. Überall flogen kunterbunte Schmetterlinge herum und alle waren begeistert. Wir fuhren auf einem Floß zurück zum Hotel. Am Abend waren wir alle kaputt und hungrig. Am nächsten Tag mussten wir wieder früh aufstehen und sind zu einem Zoo gefahren. Anders als erwartet hatten wir im Urwald selbst nicht viele Tiere gesehen, ein paar Schmetterlinge und Vögel, Käfer. mehr nicht. Der Zoo befand sich also im Wald und es war ganz interessant die Tiere zu sehen. Einige Affen turnten außerhalb der Käfige herum angelockt von den Artgenossen und dem Futter. In diesem Zoo arbeiten viele Ausländer, aus Europa und den USA. Diese bezahlen sogar dafür dass sie dort arbeiten dürfen! Es ist wohl eine unglaubliche Erfahrung für sie. Wir liefen noch eine Weile im Wald herum aber irgendwie nicht mehr den Weg entlang... Der Leiter hackte uns mit seinem Messer den Weg frei... Das war der richtige Urwald! Es gab große Flächen mit Schlamm in denen wir alle versanken und wer nicht aufpasste landete auf dem Boden. Wir halfen uns gegenseitig die Hügel hinauf und hinunter und kamen schließlich wieder zu unserem Boot. Danach schwangen wir uns an einer "Liliane" in den Fluss, schwamen mit LKW-Reifen den Fluss entlang und kehrten zum Mittagessen zurück. Nachmittags fuhren wir zu einer Ureinwohnerfamilie. Es bekann zu regnen aber das war kein Problem, bei der Wärme war es eine schöne Abkühlung. Eine Ureinwohnerin erklärte uns in ihrer Sprache (der leiter übersetzte) ihre Traditionen und Gewohnheiten. Wir fuhren mit dem Boot ins Dorf. Dort besuchten wir einen Schnitzer. Der uns vorführte wir er seine Tierfiguren schnitzt. Anschließend ging es zu einer Töpferin, die macht noch alles mit der Hand, ganz ohne Maschienen. Dort kaufen wir dann alle Souvenirs. Unser Leiter malte uns die Gesichter mit roter Farbe die aus einer Frucht kommt an. Irgendwie habe ich wohl was falsch gemacht denn mir wurde das ganze Gesicht angemalt, statt wie bei den anderen nur eine kleinigkeit auf die Wange. Ich wurde das Gespött meiner ganzen Gruppe weil jemand darauf gekommen war dass ich eine Landkarte im Gesicht habe... aber nun gut. Abends gab es eine kleine Abschiedsfeier.

Fortsetzung folgt schnellstens.