Am Sonntag den 30. Januar bin ich früh aufgestanden, eigentlich wollte mein Vater mich zum Flughafen von Cuenca fahren aber das Auto war kaputt, deshalb fuhren wir dann mit dem Taxi hin. Am Flughafen traf ich dann die anderen Austauschschüler aus Cuenca.
Wir flogen ca. eine halbe Stunde nach Quito, der Hauptstadt.

Von da aus ging es dann mit einem Kleinbus weiter ins Amazonasgebiet. Wir sind einige Stunden gefahren und es wurde immer wärmer, schließlich merkten wir: Wir sind wirklich im Urwald. Dann kamen wir zu einem Fluss, auf dem wir mit einem kleinen Holzboot zur Hotelanlage gefahren sind. Davor entstand das Bild mit der Cuenca-Gruppe:
Wir fuhren einige Minuten mit dem Boot den gewaltigen Fluss entlang bis wir zu unserem "Hotel" kamen. Es heißt "Casa de Suiza" und gehört wie man am Namen erkennen kann Schweizern, überhaupt lebten dort in der Gegend viele Schweizer. Es gibt ganz viele kleine wunderschöne Holzhütten, mit je zwei Zimmern. Ich teilte mir ein Zimmer mit 3 meiner Freundinnen aus Cuenca. Sade und Jessica aus den USA und Laerke (Ally) aus Dänemark. Jedes Zimmer hatte ein Badezimmer und einen Balkon mit Hängematte und wunderschöner

Aussicht. Insgesamt waren wir ca. 120 Austauschschüler aus aller Welt. Am nächsten Tag fuhren wir in einer kleinen Gruppe von 13 Leuten ein Stück den Fluss hinauf und liefen dann einige Stunden durch den Urwald. Es war wirklich anstrengend, die Hitze und Luftfeuchtigkeit machte uns zu schaffen. Wir alle hatten lange Hosen an da wir uns Gummistiefel ausleihen mussten und uns gesagt wurde wir müssen mit langen Hosen gehen da uns sonst die Beine aufscheueren würden. Wir schwangen uns auch an einer "Liliane" über eine Schlucht. Das war extrem schön, wir fühlten uns als würden wir fliegen. Zum Mittagessen kehrten wir zurück zum Hotel. Es gab dreimal am Tag rießige B

üffets mit unglaublich leckeren Sachen. Nachdem Mittagessen ging es wieder los, diesmal zum Schmetterlingshaus. Wir liefen erst wieder eine Stunde durch den Urwald, diesmal hatte ich allerdings andere Kleidung gewählt, ich glaube sonst wäre ich auch geschmolzen. Unser Leiter erklärte uns was man mit den verschiedenen Pflanzen und Früchten machen kann und irgendwann kamen wir zum Schmetterlingshaus. Überall flogen kunterbunte Schmetterlinge herum und alle waren begeistert. Wir fuhren auf einem Floß zurück zum Hotel. Am Abend waren wir alle kaputt und hungrig. Am nächsten Tag mussten wir wieder früh aufstehen und sind zu einem Zoo gefahren. Anders als erwartet hatten wir im Urwald selbst nicht viele Tiere gesehen, ein paar Schmetterlinge und Vögel, Käfer. mehr nicht. Der Zoo befand sich also im Wald und es war ganz interessant die Tiere zu sehen. Einige Affen turnten außerhalb der Käfige herum angelockt von den Artgenossen und dem Futter. In diesem Zoo arbeiten viele Ausländer, aus Europa und den USA. Diese bezahlen sogar dafür dass sie

dort arbeiten dürfen! Es ist wohl eine unglaubliche Erfahrung für sie. Wir liefen noch eine Weile im Wald herum aber irgendwie nicht mehr den Weg entlang... Der Leiter hackte uns mit seinem Messer den Weg frei... Das war der richtige Urwald! Es gab große Flächen mit Schlamm in denen wir alle versanken und wer nicht aufpasste landete auf dem Boden. Wir halfen uns gegenseitig die Hügel hinauf und hinunter und kamen schließlich wieder zu unserem Boot. Danach schwangen wir uns an einer "Liliane" in den Fluss, schwamen mit LKW-Reifen den Fluss entlang und kehrten zum Mittagessen zurück. Nachmittags fuhren wir zu einer Ureinwohnerfamilie. Es bekann zu regnen aber das war kein Problem, bei der Wärme war es eine schöne Abkühlung. Eine Ureinwohnerin erklärte uns in ihrer Sprache (der leiter übersetzte)

ihre Traditionen und Gewohnheiten. Wir fuhren mit dem Boot ins Dorf. Dort besuchten wir einen Schnitzer. Der uns vorführte wir er seine Tierfiguren schnitzt. Anschließend ging es zu einer Töpferin, die macht noch alles mit der Hand, ganz ohne Maschienen. Dort kaufen wir dann alle Souvenirs. Unser Leiter malte uns die Gesichter mit roter Farbe die aus einer Frucht kommt an. Irgendwie habe ich wohl was falsch gemacht denn mir wurde das ganze Gesicht angemalt, statt wie bei den anderen nur eine kleinigkeit auf die Wange. Ich wurde das Gespött meiner ganzen Gruppe weil jemand darauf gekommen war dass ich eine Landkarte im Gesicht habe... aber nun gut. Abends gab es eine kleine Abschiedsfeier.
Fortsetzung folgt schnellstens.